Wimbachlehen


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Geschichte

Berchtesgaden wurde im Jahr 1102 von dem Grafen Berengar von Sulzbachgegründet und als Stift von Augustinermönchen bewohnt und kultiviert. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wurde das Stift Berchtesgaden zum Fürstentum mit Sitz im Reichstag erhoben und bis zur Säkularisation im Jahr 1803 von Fürstpröpsten regiert.

Bereits im 13. Jahrhundert zogen Salzsäumer auf dem Weg von Schellenberg über den
Hirschbichl durch das Ramsauer Tal in den Pinzgau.
Das erste mal erscheint der Name Ramsau auf einer Urkunde aus dem Jahre 1295..

Im 14. Jahrhundert änderten sich die Besitzverhältnisse grundlegend.
Das Stift Berchtesgaden übereignete den bis dahin leibeigenen Bauern deren
Höfe als Lehen.
Daher tragen im Berchtesgadener Land die alten Bauernanwesen den Zusatz Lehen im Hofnamen.

So auch das Wimbachlehen in Ramsau direkt am Eingang ins Wimbachtal.




Erbrechtsbrief vom Wimbachlehen in Ramsau aus dem Jahre 1385
( Orginal im Staatsarchiv in München )



Wür Conrad von Gottesgnaden, Probst zu Berchtesgaden
veriehen offentlich an den Brief daß wiür mit Rat vnseres
Capitels redlich verkauft haben vnseres Gotteshaus Lehen bei
den Wimpach gelegen, mit allen Rechten, ehren Nutzen vnd
Gesuchen, die dazu gehören, Vieola dem Schwaben seiner Hausfrauen
vnd allen ihren Erben Sün vnd Töchtern zur rechten Erbrecht
inne zu haben, zu nüssen vnd damit zu handeln, in all den Teiding,
pünden rchten, Gelüben vnd Forderung die verschrieben sind
in den Landsbrief der Lehenkauf vmb 6 pfund pfennig deren
wir gar gewert seien, vnd sollen sie vns vnd unseren Gotshaus
davon all jahr jährlich dienen 49 pfennig vnd 2 Hühner zu
rechter Dienstzeit one all verziehen.
Vnd deß zu Vrkundt anno 1385 am Mittwoch vor Pfingsten





Seit dieser Zeit wird das Wimbachlehen durchgehend als Bauernanwesen geführt und
taucht im Laufe seiner wechselvollen Geschichte immer wieder in alten
Urkunden und Schriftstücken auf.




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